Kleinkinder

Als Kleinkinder werden die Kinder bezeichnet, die zwischen zwei und drei Jahre alt sind. In dieser Zeit machen sie eine wahrhaft rasante Entwicklung durch. Sie lernen sprechen und laufen, fügen sich in soziale Gebilde ein und lassen sich auf andere Personen ein. Auch wenn die Fremdelphase noch andauert, lernen die Kinder in der Zeit doch, zwischen sich und der Umwelt zu unterscheiden und können neue Bindungen eingehen. Wer sein Kind während dieser Zeit in den Kindergarten geben will, sollte allerdings sehr viel Geduld mitbringen. Denn oftmals hängen Kleinkinder in dem Alter noch sehr an der Mutter und müssen äußerst behutsam an andere Menschen herangeführt werden. Sie müssen erst Vertrauen fassen, zu den Großeltern, zur Tagesmutter oder zur Erzieherin im Kindergarten. Nach einer ein- bis zweiwöchigen Eingewöhnung, bei der sich die Mutter nach und nach immer mehr zurückzieht, ist das aber in der Regel geschafft.

Kleinkinder sind aber auch im Haushalt sehr aktiv und so verwundert es nicht, dass sie während dieser Zeit die meisten Unfälle erleben. Sie stolpern bei ihren Gehversuchen über kleinste Hindernisse, erkunden Steckdosen und Maschinen und Geräte im Haus. Daher gilt es, alles möglichst kindersicher zu machen. Kindersicherungen an Geräten und in den Steckdosen helfen, die Kleinen vor Unfällen zu bewahren. Wer sich nicht sicher ist, was alles in greifbarer Nähe für die Kleinen sein könnte, sollte sich einmal auf Knien durch die Wohnung begeben. Nicht vergessen werden dürfen dabei Regale und Schränke, an deren Fächer sich die Kinder hängen können und die sie zum Umfallen bringen können. Auch giftige Zimmerpflanzen gehören spätestens jetzt aussortiert. Gerade etwas ältere Kleinkinder beginnen, die beliebten "Warum"-Fragen zu stellen. Sie entdecken die Welt für sich und versuchen, Zusammenhänge zu begreifen. Daher sollten die Erwachsenen auf jeden Fall auf solche Fragen antworten, auch wenn das manchmal unbequem und anstrengend ist. Diese Phase ist wichtig für die Kinder, allerdings wird von Kinderärzten zunehmend beobachtet, dass immer weniger Kinder diese Phase mitmachen.